Disk Image am Mac vergrößern

Howto für macOS

Disk Images kennt jeder von Software-Installationen am Mac. Viele Apps am Mac gelangen in dmg-Dateien zum Kunden. Diese sind wie eine virtuelle Festplatte, die per Doppelklick erst auf dem Mac gemountet wird und dann den Zugriff auf ihre Inhalte gewährt. Wenn Time Machine-Backups auf einem Netzwerk-Volume wie einem NAS gespeichert werden, wird im Hintergrund ebenfalls mit diesen Disk Images gearbeitet. Diese haben zudem die Fähigkeit, sich dynamisch zu vergrößern (sog. mitwachsende Images). Wenn das Backup weiter wächst, wird das Image im Hintergrund automatisch vergrößert.

Images sind auch eine praktische Möglichkeit, wichtige Dateien geschützt abzulegen, denn sie lassen sich bei Bedarf verschlüsseln. Beim Anlegen von mitwachsenden Images muss man dennoch eine Dateigröße des Images angeben, im Beispiel 100 MB.

Mitwachsendes Image mit 100 MB Größe anlegen
Mitwachsendes Image mit 100 MB Größe anlegen

Will man nun eine Datei in das Image kopieren, die dessen Gesamtgröße übersteigt, passt sich die Image-Größe nicht automatisch an:

Nicht genügend freier Platz

Um das Image zu vergrößern, muss es erst ausgeworfen werden. Anschließend kann man mit einem Terminal-Befehl die neue Größe festlegen. In diesem Fall wollen wir die Image-Größe von 100 MB auf 1 GB erweitern:

hdiutil resize -size 1g Ortundnamedesimages.dmg

Anschließend hat das Image 1 GB und die Datei kann erfolgreich in das Image kopiert werden.

Datei erfolgreich kopiert, Restspeicherplatz wird oben angezeigt.
Datei erfolgreich kopiert, Restspeicherplatz wird oben angezeigt.

TRIM in macOS aktivieren

SSD-Gehäuse

Seit macOS 10.10 Yosemite ist es möglich, den TRIM-Befehl auf nachträglich installierten SSDs  zu aktivieren (um genau zu sein: seit OS X 10.10.4, das am 30. Juni 2015 veröffentlicht wurde). Dieser war bislang nur auf von Apple gelieferten SSDs verfügbar. Folgender Terminal-Befehl ist nötig, um TRIM zu aktivieren:

sudo trimforce enable

Daraufhin erfolgt folgende Warnmeldung, die man bestätigen muss. Danach startet das System neu und TRIM ist aktiv.

IMPORTANT NOTICE:  This tool force-enables TRIM for all relevant attached
devices, even though such devices may not have been validated for data
integrity while using TRIM.  Use of this tool to enable TRIM may result in
unintended data loss or data corruption.  It should not be used in a commercial
operating environment or with important data. Before using this tool, you
should back up all of your data and regularly back up data while TRIM is
enabled.  This tool is provided on an “as is” basis. APPLE MAKES NO WARRANTIES,
EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING WITHOUT LIMITATION THE IMPLIED WARRANTIES OF
NON-INFRINGEMENT, MERCHANTABILITY AND FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE,
REGARDING THIS TOOL OR ITS USE ALONE OR IN COMBINATION WITH YOUR DEVICES,
SYSTEMS, OR SERVICES. BY USING THIS TOOL TO ENABLE TRIM, YOU AGREE THAT, TO THE
EXTENT PERMITTED BY APPLICABLE LAW, USE OF THE TOOL IS AT YOUR SOLE RISK AND
THAT THE ENTIRE RISK AS TO SATISFACTORY QUALITY, PERFORMANCE, ACCURACY AND
EFFORT IS WITH YOU.
Are you sure you wish to proceed (y/N)? y
Your system will immediately reboot when this is complete.
Is this OK (y/N)? y
Enabling TRIM…
.
.
Operation succeeded. Your system will reboot momentarily, please wait…

Dark Mode in macOS aktivieren

Ein interessantes Feature von macOS seit Yosemite ist der dunkle Modus, mit dunkler Menüleiste und Dock. Besonders für die kreative Arbeit ist das eine willkommene Einstellung, auf die Viele gewartet haben.

Dunkle Menüleiste

Er wird standardmäßig mit einem Haken in den Systemeinstellungen – Allgemein aktiviert (siehe Schaubild).

Dunkle Menüleiste aktivieren

Wer gerne mit Tastaturkurzbefehlen arbeitet, kann den Dark Mode auch mit Ctrl-Alt-Cmd-T aktivieren. Damit dieses Kürzel funktioniert, muss man allerdings zunächst im Terminal folgenden Befehl eingeben:

sudo defaults write /Library/Preferences/.GlobalPreferences.plist _HIEnableThemeSwitchHotKey -bool true

Dazu muss das Passwort eines Administrators eingegeben werden. Anschließend den Benutzer einmal ab- und wieder anmelden (oder einen Neustart durchführen), und fortan steht der praktische Tastaturbefehl immer zur Verfügung.

Backups mit dem Mac

In diesem Artikel beschreibe ich eine Absicherungsmethode gegen Datenverlust, die im privaten wie auch im gewerblichen Bereich anwendbar sind. Die Datensicherung beruht ausschließlich auf Festplatten als Backup-Medium.

Diese Zwecke erfüllt die Backup-Strategie

  1. Wiederherstellen von in der Vergangenheit gelöschten Daten
  2. Bootfähigkeit (wenn der Server ausfällt)
  3. Geringe Ausfallzeit

Zu 1: Time Machine

Die in Mac OS X seit Version 10.5 Leopard (2007) integrierte automatische Datensicherung erfüllt ihren Zweck perfekt. Man benötigt eine externe Festplatte und ist mit einem Klick gegen Ausfälle geschützt. Man kann Time Machine nutzen, um den Mac nach einem Festplattencrash wieder komplett herzustellen, aber auch, um gezielt „in die Vergangenheit zu reisen“ und z.B. eine Datei wiederherzustellen, die man vor Tagen gelöscht hat. Für letzteren Zweck eignet sich Time Machine auch im Business-Bereich, allerdings weniger für die System-Wiederherstellung, weil die Ausfallzeit bis zur Wiederherstellung möglicherweise zu hoch ist.

Zu 2 und 3: 1:1-Kopie

Für die Ausfallsicherheit des Servers und seiner Dienste sorgen externe Festplatten, auf die ein Mal täglich alle Daten per Klon-Methode gesichert werden und die so im Falle eines Falles schnell an Reserve-Rechner angeschlossen werden können.
Bewährte Backup-Tools sind dabei Carbon Copy Cloner oder SuperDuper! Die Datensicherung erfolgt dabei inkrementell, das heißt es müssen auf der Kopie jeweils nur die Daten geschrieben werden, die auf der Quelle geändert oder hinzugefügt wurden.
Warum sollte ich ein Backup von meinem Server machen? Die Daten sind doch auf einem RAID gegen Ausfall gesichert.
– Wie sicher die Daten auf einem RAID sind, hängt von der Art des RAIDs ab. Hat man ein RAID Level 0 in Betrieb, sind die Daten sogar gefährdeter als auf einer einzelnen Festplatte. Denn es muss nur eine Festplatte des RAID0-Verbunds kaputt gehen und die Daten des gesamten RAIDs sind verloren.
Natürlich gibt es auch andere RAID-Level wie 1 oder 5, bei denen eine (und manchmal auch zwei) Festplatte ausfallen darf, ohne dass es zu Datenverlust kommt, aber auch hier gilt: In der Zeit zwischen dem Ausfall einer Platte und der Wiederherstellung des RAID-Levels nach dem Ersatz durch eine neue Festplatte darf es zu keinem weiteren Hardware-Defekt kommen, sonst – sind alle Daten futsch!
Daher ist es immer sinnvoll, ein RAID durch Backups zusätzlich abzusichern.
Ein weiterer Vorteil, mit externen Speichermedien zu arbeiten, besteht darin, dass man mit mehreren Sätzen arbeiten kann, wodurch man diese an verschiedenen Orten lagern und so gegen Totalverlust durch Diebstahl, Wasser- oder Brandschaden abzusichern.

Spotlight in Mac OS X

Spotlight ist der Name der Suchfunktion auf dem Mac und ist über das Lupensymbol in der oberen rechten Ecke des Bildschirms erreichbar. Seit Erscheinen von Mac OS X 10.4 Tiger in 2005 ist Spotlight Bestandteil des Betriebssystems und sorgt für ein schnelles Auffinden von Dokumenten.Bildschirmfoto-2013-12-23-um-17.13.55

Bildschirmfoto-2013-12-23-um-17.18.28Das funktioniert so gut, weil Spotlight die gesamte Festplatte indiziert, also „durchliest“ – auch z.B. PDF- und Office-Dokumente und kann so bei der Suche nach Begriffen auch Dokumente finden, die den Suchbegriff im Text enthalten (siehe nächstes Bild).

Bildschirmfoto-2013-12-23-um-17.18.15Übrigens: Wer mit der Maus über die Suchergebnisse fährt, erhält sogar eine schnelle Vorschau, ohne das jeweilige Dokument öffnen zu müssen (siehe links). Hier noch ein besonderer Tipp: Zum Öffnen des Dokuments muss es nur einmal angeklickt werden. Wer aber den Finder-Ordner öffnen will, in dem das gesuchte Dokument abgelegt ist, drückt gleichzeitig auf der Tastatur die cmd-Taste (alias Befehlstaste oder früher: Apfel-Taste).
Weitere Goodies
Spotlight eignet sich überdies hervorragend als Application-Launcher. Möchte man ein bestimmtes Programm öffnen, genügt es meistens, die ersten Buchstaben des App-Namens ins Suchfenster einzutippen, und schon erscheint das gewünschte Programm ganz oben in der Liste. Ein einfaches Bestätigen mit der Enter-Taste startet die Anwendung.Bildschirmfoto-2013-12-23-um-17.29.00
Von mir persönlich auch sehr gerne in Verwendung ist das „Missbrauchen“ von Spotlight als Taschenrechner. Das ist nämlich wesentlich schneller, als erst umständlich die Taschenrechner-App zu starten. Einfach Spotlight-Fenster öffnen und lostippen. Dabei beherrscht Spotlight natürlich auch Dinge wie Punkt- vor Strichrechnung oder Verschachtelungen mittels Klammern.Bildschirmfoto-2013-12-23-um-17.30.45
Für Power-User und Entwickler gibt es hier noch ein paar vertiefende Links: